Storchencam


Trotz den Restriktionen durch die Corona-Pandemie-2020 haben wir es gemeinsam geschafft unsere neuen Storchenkameras in Betrieb zu nehmen. Dieses Projekt war nur zusammen mit Ihren zahlreichen Spenden möglich, für die wir uns hier nochmals recht herzlich bedanken möchten.

Hinweis: Mit einem Klick in die untere rechte Ecke der Bilder kann man in die Vollbild-Ansicht umschalten.

Kamera 1 zeigt den Storchenhorst auf dem Alten Rathaus bzw. Heimatmuseum.


Kamera 2 zeigt den Blick vom Storchenhorst auf dem Alten Rathaus in Richtung Osten.
Links im Bild ist St. Georg und rechts der Stadtturm zu sehen. Zwischen den beiden historischen Bauwerken befinden sich 6 der zur Zeit 17 bebrüteten Höchstadter Storchenhorste. Mindestens 5 weitere Storchenpaare tragen Nistmaterial auf Dächern und Kaminen ein und versuchen einen neuen Nistplatz zu gründen.

Die 5 Storchenhorste sind im nachfolgenden Bild mit senkrechten Pfeilen markiert.

/hoechstadt-horste-2020-m-pf 1

Spendenkonto für unsere Störche:
Natur- und Umwelthilfe e.V.
    Konto-Nr.:              425 197 803
    Bankleitzahl:          76350000 (Sparkasse Erlangen)
    IBAN:                     DE78 7635 0000 0425 1978 03
    BIC:                       BYLADEM1ERH
    Verwendungszweck: SPENDE FÜR STÖRCHE IN HOECHSTADT UND UMGEBUNG

oder auf das PayPal-Konto: spende-storch-hoechstadt@nuh-franken.de


Bei dem Spenden-Button funktionieren nur Spenden mittels PayPal. Spenden über Kreditkarten sind leider nicht möglich. Da der Spenden-Button von PayPal zur Verfügung gestellt wird, können wir hier keine Änderungen vornehmen. Wir bitten um Verständnis.

Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zu. Bitte teilen Sie uns hierfür Ihre vollständige Adresse mit.

Hinweis:
Für alle Erhebungszeiträume gilt, dass der Abzug der Spende als Sonderausgabe nur erfolgen kann, wenn eine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) durch den Begünstigten ausgestellt wurde. Hierfür muss der Zuwendungsempfänger einen amtlichen Vordruck verwenden. Beträgt die Spende nicht mehr als 200,- Euro ist jedoch auch der Zahlungs- oder Buchungsbeleg ausreichend (vereinfachter Spendennachweis).
Quelle: Steuertipps der Akademischen Arbeitsgemeinschaft Mannheim

18.04.2021
Empfangsstörungen des Livestreams

Zur schnelleren Analyse der Probleme hinsichtlich den Empfangsstörungen der Livebilder unserer Störchenkamera bitten wir unsere Webseitenbesucher um Information in welcher Regionen es wann und wie oft zu Störungen der Bildübertragung gekommen ist. Für eine Mail an info@storchennest-hoechstadt.de mit dem Stichwort "Störung 2021-04" bedanken wir uns recht herzlich.

17.04.2021
Network error - Standbilder

Leider kommt es durch die sehr großen Besucherzahlen von weit über 1.000 gleichzeitigen Besuchern zu Netz-Problemen. Wir versuchen hier Abhilfe zu schaffen und bitten bis dorthin die Störungen zu entschuldigen.

16.04.2021
Drei auf einen Streich

Drei Storchenküken sind an einem Tag, am 16.04.2021 geschlüpft. Der erste Schlupf wurde um 15:17 Uhr von Helmut Ehescheid aus Frankfurt am Main gemeldet. Kurz darauf hat Irmgard Hoeffelmann um 15:34 Uhr das zweite geschlüpfte Küken gemeldet. Acht Stunden später ist Küken Nummer 3 um 23:43 Uhr geschlüpft. Es wurde von Konrad gemeldet.
Klaus Ehmer hat Videos vom Schlupf der Küken auf YouTube zur Verfügung gestellt. Das Video vom Schlupf des ersten Kükens ist unter

https://www.youtube.com/watch?v=DUgn_SSagBg

und das des zweiten unter

https://www.youtube.com/watch?v=j-few0DMF4E

zu sehen. Wir hoffen, dass aus den beiden verbliebenen Eier in den nächten Tagen Küken 4 und 5 schlüpfen werden.

15.04.2021
Nistversuche

Am 14.04.2021 brüten bereits 17 Brutpaare in Höchstadt. Mindestens 5 weitere Storchenpaare versuchen auf Dächern und Schornsteinen neue Nistplätze anzulegen.
Täglich treffen noch weitere Zugrückkehrer von der Ostroute bei uns ein. Diese Störche versuchen sich einen bestehenden Brutplatz zu erkämpfen oder sie legen einen neuen an.

Wie auch schon in 2019 trägt ein Storchenpaar auf dem nördlichen Turmsims des Alten Rathauses direkt unterhalb von Anna und Gerome Nistmaterial ein, was jedoch bisher vom schmalen Sims abgerutscht ist. Haben die ersten Zweige einmal Halt gefunden, ist innerhalb von wenigen Tagen der Nistplatz für die Eiablage hergerichtet und die Brut kann beginnen.

In der Brutsaison 2021 wurden folgende Nistplätze in Höchstadt von den Störchen neu angelegt.

·         Auf dem Kamin der Metzgerei Brunner in der Oberen Brauhausgasse

·         In der Dachkehle zwischen Kamin und Dach des Anwesens Dennhardt in der Hauptstraße 4

·         Auf dem Kamin des Wohnhauses der Familie Grohganz (Baustoffe) in der Oberen Bauerngasse 21, die sich sehr über den Storch auf ihrem Dach gefreut hat und ihm auch in Zukunft einen sicheren Brutplatz bieten möchte.

·         Auf dem Westportal von St. Georg, wo sich die katholische Kirchenverwaltung schließlich doch für die Erhaltung der Schöpfung entschieden hat und einem Storchenpaar Kirchen-Asyl gewährt. Wir hoffen, dass sich die Herzen der Kirchenverwaltung auch für andere Turmbrüter wie Mauersegler, Fledermäuse, Turmfalken, Wanderfalken, Dohlen und Schleiereulen öffnen werden und auch diesen eine Brutmöglichkeiten in St. Georg angeboten wird.



07.04.2021
Network error

Seit Anfang April ist es leider wiederholt zu Streamingproblemen gekommen. Anstatt der Livebilder konnten mitunter nur Standbilder mit dem Hinweis "Network error" empfangen werden. Wir haben bei unserem Streamingprovider ein "High-end streaming" gebucht, damit wir unseren Webseitenbesucher einen qualitativ hochwertigen Livestream zur Verfügung stellen können. Leider gibt es auch bei einem "High-end streaming" mitunter kleine Probleme. Unser Streamingprovider und die Betreiber der Internet-Webserver sind dabei die Fehlerursachen zu klären und wieder einen stabilen Stream zu liefern. Bis dorthin bitten wir unsere Webseitenbesucher um Verständnis.
Zwischenzeitlich kann man sich mit der Aktualisierung der Webseite im Browser behelfen.

30.03.2021
Wann schlüpft das erste Storchenküken?

Ab dem zweiten Ei wird das Gelege dauerhaft bebrütet. Den voraussichtlichen Schlupf des ersten Storchenkükens erwarten wir nach ca. 33 Tagen Brutzeit am 16.04.2021.

21.03.2021
Fünftes Ei

Irmgard Hoeffelman war die Erste, sie hat Ei Nummer 5 am 21.03.2021 um 01:59 Uhr gemeldet.

18.03.2021
Viertes Ei

Am 18.03.2021 um 22:24 hat Monika Mell von Mellenheim das 4. Ei gemeldet.

18.03.2021
Horstattacken von Fremdstörchen

Durch die vermehrte Anzahl von Zugrückkehrern kommt es immer wieder zu Horstattacken, nicht nur auf dem Alten Rathaus sondern auch bei anderen Storchenhorsten in Höchstadt. Glücklicherweise konnten bisher alle Angriffe erfolgreich von den jeweiligen Brutstörchen abgewehrt werden.

17.03.2021
Drittes Ei

Dieter Illgner aus Wuppertal hat ein Belegfoto geschickt, welches unmittelbar nach der Ablage des dritten Eies am 16.03.2021 um 03:19 Uhr erstellt wurde.

16.03.2021
Drittes Ei

Gabi Angst hat um 03:25 Uhr das dritte Ei gemeldet.

14.03.2021
Zweites Ei

Um 02:32 Uhr hat Kirstin Geyer das zweite Ei gemeldet. Gegen 08:43 Uhr wurde von einem Angriff eines fremden Storches berichtet. Falls einer unserer Webseitenbesucher private Aufzeichnungen erstellt hat, auf denen Angriffe von Fremdstörchen zu sehen sind, würden wir uns freuen wenn uns diese zur Verfügung gestellt werden könnten.

12.03.2021
Erstes Ei

Um 05:51 Uhr wurde das erste Ei von Werner Geyer aus Vestenbergsgreuth gemeldet. Gegen 08:00 Uhr wurde von einem Angriff eines fremden Storches berichtet, der das Ei aus dem Horst werfen wollte. Offensichtlich ist es diesem Storch am Horstrand aus dem Schnabel gerutscht und dort liegen geblieben. Anna und Gerome haben offensichtlich den Angreifer in die Flucht geschlagen, jedoch das am Horstrand liegende Ei leider nicht mehr zurück in die Brutmulde befördert. Durch die lange Auskühlung wird nun nichts mehr ausschlüpfen.

Brutsaison 2021
Die Störchin Anna, zu erkennen am dunklen ELSA-Ring links oben, wird 18 Jahre alt (2021). Ihr Partner Gerome trägt einen hellen Aluminiumring rechts unten und ist 5 Jahre älter. Die beiden Störche haben bisher 14 mal sehr erfolgreich zusammen gebrütet. In dieser Zeit hat Anna 71 Eier gelegt, aus denen 65 Storchenküken geschlüpft sind und von diesen sind insgesamt 47 Jungstörche ausgeflogen.

Nun beginnt die 15. Brutsaison von Anna und Gerome. Wir hoffen, dass sich der Bruterfolg der letzten Jahre fortsetzen wird. Am 12.03.2021 hatten bereits 12 Brutpaare Ihre Bruthorste in Höchstadt/Aisch besetzt.

Für die zahlreichen Meldungen zur Eiablage möchten wir uns recht herzlich bedanken.
Da wir den angegebenen Beobachtungszeitpunkt in den Melde-Mails nicht prüfen können, wird anstatt dessen der Eingangszeitpunkt der Melde-Mail für die Eintragung in die Meldeliste verwendet.

Eiablage 2021

Meldedatum

Uhrzeit

Ei-Nr.:

Melder

Info

12.03.2021

05:51

1

Werner Geyer aus Vestenbergsgreuth

 

14.03.2021

02:32

2

Kirstin Geyer

 

16.03.2021

03:19

3

Dieter Illgner aus Wuppertal

mit Belegfoto

18.03.2021

22:24

4

Monika Mell von Mellenheim

 

21.03.2021

01:59

5

Irmgard Hoeffelman

 

Hinweis: Nach Vorlage der gespeicherten Webcambilder werden wir die genauen Eiablagetermine überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen in der Eiablagetabelle vornehmen.

Schlupftermine der Jungstörche 2021

Meldedatum

Uhrzeit

Schlupf-Nr.:

Melder

Info

16.04.2021

15:17

1

Helmut Ehescheid aus Frankfurt am Main

 

16.04.2021

15:34

2

Irmgard Hoeffelman

 

16.04.2021

23:43

3

Konrad

 

Hinweis: Nach Vorlage der gespeicherten Webcambilder werden wir die genauen Schlupftermine überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen in der Schlupftabelle vornehmen.



26.02.2021
Ausputzaktion 2021

Zusammen mit der Feuerwehr Höchstadt und Mitarbeitern des Storchenteams konnten wir am 26.02.2021 die Storchenhorste auf dem Alten Rathaus und der Alten Mälzerei wie in der Ankündigung vom 24.02.2021 beschrieben ausputzen und die Wasserdurchlässigkeit wieder herstellen. Diese aktive Horstbetreuung bietet dem Gelege und den Jungstörchen deutlich bessere Überlebenschancen bei Dauer- oder Starkregen während der Brutzeit.

24.02.2021
Ausputztermin

Dank der Lockerungen in den Corona-Beschränkungen und einem Covid 19 – 7 Tage - Inzidenzwert von unter 35, kann uns die Feuerwehr Höchstadt auch in 2021 mit ihrer Drehleiter bei den Ausputzaktionen der Storchenhorste helfen. Recht herzlichen Dank an die Feuerwehr und den Bauhof Höchstadt, die uns schon seit Jahrzehnten unterstützen.

Am 26.02.2021 ab ca. 8:00 Uhr werden wir den Storchenhorst auf dem Alten Rathaus in Höchstadt ausputzen, um damit die Wasserdurchlässigkeit zum Schutz von Gelege und Brut wieder herzustellen. Wie bei all unseren bisherigen Aktionen schalten wir auch diesmal die Kamera nicht ab und zeigen diese Ausputzaktion live.

Da wir noch keinen Ton senden können, kommentieren wir die einzelnen Arbeitsschritte an dieser Stelle.

·         Zuerst entfernen wir die obersten ca. 5 cm der gesamten Horstoberfläche.

·         Danach wird das Zentrum des Horstes auf ca. 1 m Durchmesser bis zum Boden der Nistunterlage entnommen. Den äußeren Ring des Horstes lassen wir aus statischen Gründen bestehen.

·         Anschließend wird mit groben Holzhackschnitzeln der Zentralbereich des Horstes wieder aufgefüllt.

·         Die oberste Schicht stellen wir aus ca. 10 cm Seggenheu her. Steht kein Seggenheu zur Verfügung, verwenden wir notfalls auch Stroh und Heu.

·         Zum Schluss decken wir noch mit etwas altem Nistmarerial ab, damit der Farbkontrast zwischen neuem und altem Nistmaterial nicht so groß ist.

Das wars, nachmachen empfohlen.

23.02.2021
Fütterungsverbot für Wildvögel Fortsetzung

Thema Kompostanlagen

Zu diesem Thema haben wir folgendes Zitat gefunden:

https://www.nordbayern.de/region/erlangen/storchen-expertin-beruhigt-so-helfen-sich-die-tiere-im-winter-1.10825984

… "Es ist durch die Satellitenortung, mit der wir einige Tiere versehen haben, nachweisbar, dass sie bei Not in die einige Kilometer entfernten Kompostierungsanlagen fliegen und sich dort Mäuse schnappen", sagt Oda Wieding …

Aus unserer über 40 jährigen Felderfahrung können wir zu diesem Thema wie folgt Stellung nehmen.

Auch unsere Störche nutzen in Notzeiten die Nahrungsquelle „Kompostanlage“, wie es sicher auch in vielen anderen Gebieten der Fall ist.

Im Großraum Höchstadt haben wir in den letzten Jahren bis zu 40 Störche in Notzeiten versorgt. Bis zu 23 dieser 40 Winterstörche haben auch die nahegelegene Kompostanlage als Nahrungsquelle erschlossen.

Nach Anlieferung des Bio-Mülls, das ist der Abfall aus der Bio-Tonne der werktäglich von der Müllabfuhr zur Kompostanlage gebracht wird, durchstöbern die Störche die „frische“ Anlieferung nach „Fressbarem“ und finden in der Regel auch eine ausreichende Menge, wenn der Bio-Müll-Bereich an der Kompostanlage ungestört ist. Gibt es im Bereich des Bio-Müll-Abfalls Störungen durch Arbeiten oder durch den Betrieb von Fahrzeugen oder wird der Bio-Müll gleich weiterverarbeitet oder gar abgedeckt, dann bleibt den Störchen auch diese Nahrungsquelle, die mitunter auch Gefahren birgt, verschlossen.

Bei unseren zahlreichen Kontrollen konnten wir nur einmal beobachten, wie ein Storch eine Maus erbeutet hatte. Auch mit der Wärmebildkamera konnten wir nur wenige Mäuse auf dem Gelände der Kompostanlage finden. Sicherlich gibt es hier viele Mäuse, aber auch ein großes Angebot an Deckungs- und Versteckmöglichkeiten, weshalb die Störche nur sehr selten eine Maus erwischen. Wir folgern daraus, dass nicht die Maus, sondern der Bio-Abfall selbst die Energiereserven der Störche schont.

Fazit: Es hängt sehr stark von der Bewirtschaftungsmethode einer Kompostanlage ab, ob Störche dort in Notzeiten ihre Energiereserven schon können.

Schon bevor uns die Kältewelle Anfang Februar 2021 traf, hatten wir vorsorglich eine Bewirtschaftungsmethode des Biomülls an der nahegelegenen Kompostanlage für die kommende Notzeit abgestimmt. Diese sollte den Störchen den Zugang zum täglich angelieferten Biomüll, zumindest in den Notzeiten, ermöglichen. Durch diese Maßnahme konnten sich bis zu 15 der ca. 40 im Raum Höchstadt überwinternden Weißstörche notversorgen.

Wie sich die restlichen 25 Störche bei Temperaturen von bis zu -18 °C durch das behördlich verhängte Fütterungsverbot von Wildvögeln ohne unsere Fütterung in Notzeiten durchgeschlagen konnten und ob überhaupt, können wir leider nicht klären. Letztlich machen es die z.Z. zahlreich eintreffenden Zugrückkehrer unmöglich die Bestandszahlen unserer Überwinterer nach der Notsituation zu erfassen. Zudem sind nicht alle Überwinterer beringt. Somit können wir mögliche Verluste durch die Notzeit leider nicht belegbar nachweisen.

 

Thema Teilzug oder Winterfluchten

Zu diesem Thema haben wir folgendes Zitat gefunden:

https://www.lbv.de/naturschutz/artenschutz/voegel/weissstorch/stoerche-im-winter/

… Auch die Einrichtung einer Futterstelle ist eher hinderlich, weil sich so die Störche daran gewöhnen und damit auch von einer Fütterung abhängig gemacht werden, während sie andernfalls ihrem Instinkt folgen und bei tatsächlicher Futterknappheit dann doch einen sogenannten Teilzug antreten. …

Aus unserer über 40 jährigen Felderfahrung können wir zu diesem Thema wie folgt Stellung nehmen.

In den letzten 40 Jahren konnten wir kein Teilzugverhalten der überwinternden Störche in unserem Betreuungsgebiet an Aisch, Aurach, Ebrach und Regnitz in Notzeiten feststellen. Die sporadisch an den „Übernachtungsplätzen“ durchgeführten Zählungen der Überwinterer ergaben nahezu konstante Zahlen.

Nach unseren Beobachtungen zeigen Zugvögel und Standvögel in Notzeiten unterschiedliches Verhalten. Wenn ein Zugvogel während des Vogelzugs von einer Notsituation wie z.B. von einem plötzlichen Kälteeinbruch überrascht wird, versucht er räumlich und zeitlich der Notsituation auszuweichen, zumindest soweit es seine noch verfügbaren Energiereserven es zulassen. Der Standvogel hingegen bleibt in seinem Brutgebiet, egal wie groß die Not auch sein mag, bis zum bitteren Ende.

Da wir bisher keine wissenschaftlichen Belege für ein Teilzugverhalten von Störchen in Notzeiten finden konnten, haben wir diesbezüglich um eine Stellungnahme beim Max-Planck-Institut für Ornithologie angefragt und warten noch auf ein Antwortschreiben.

Fazit: Unsere überwinternden Störche sind Standvögel und zeigen in Notzeiten kein Teilzugverhalten.

Schlussbemerkung:

Unser Betreuungsgebiet an Aisch, Aurach, Ebrach und Regnitz weist schon seit Jahrzehnten die größte Storchendichte in ganz Bayern aus. Grund dafür ist u. A. die von uns praktizierte Minimierung von vermeidbaren Verlusten auch in Notzeiten.
Zahlreichen Bürgern haben sich mit ihrem gesunden Menschenverstand für die Hilfe in Not entschieden und mit einer „Notfütterung“ vielen Störchen das Überleben gesichert. Diese Bürger haben sicher auch wesentlich zur Bestandssicherung unserer heimischen Weißstörche beigetragen.

 

11.02.2021

Fütterungsverbot für Wildvögel

Am 09.02.2021 haben wir von einem Fütterungsverbot für Wildvögel erfahren, welches ab dem 02.02.2021 im gesamten Landkreis Erlangen-Höchstadt und sogar in ganz Bayern gelten soll. Vom Landratsamt habe wir dann erfahren, dass die Anordnung eines Fütterungsverbotes für Wildvögel von Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) für ganz Bayern als fachlich erforderlich erachtet wurde. Eine Ausnahme für die Fütterung in Notzeiten ist grundsätzlich nicht vorgesehen.

Die Begründung für diese Maßnahme lautet wie folgt.

Aufgrund zunehmender Geflügelpestnachweise in Deutschland und Bayern besteht aktuell eine erhöhte Infektionsgefahr für Geflügel- und Vogelhaltungen. Daher hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) die Veterinärbehörden aufgefordert, zum Schutz der Geflügel-und Vogelhaltungen unter Berücksichtigung der Risikobewertung vor Ort entsprechende Allgemeinverfügungen zu erlassen.

Wie und in welcher Art und Weise eine Fütterung in Notzeiten diese Infektionsgefahr erhöhen soll bzw. überhaupt einen Einfluss auf diese haben soll, erschließt sich uns nicht.

Da bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen, bei Dauerfrost mit Temperaturen unter -10 °C und Schneelage, die natürliche Nahrung der Störche nur noch in einem sehr eingeschränkten Maße zugänglich ist, schrumpfen die Energiereserven und das Körpergewicht täglich bis zu 300 Gramm. Ein gut genährter Storch wiegt ca. 4.000 Gramm.

Bei länger anhaltender Notzeit verenden die stark entkräfteten Vögel schließlich und werden dann Beute von Fuchs, Wildschwein und Co.

Mein Versuch eine Ausnahmegenehmigung für die Fütterung unserer derzeit ca. 40 überwinternden Störche in Notzeiten vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt zu erhalten ist leider gescheitert.

Nun kann offensichtlich nur noch Gott oder der Bayerische Minister für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) Mathias Glauber unseren Störchen helfen.

Wir fühlen uns dem ethischen Gebot in Not zu helfen verpflichtet und hoffen auf Unterstützung unserer Internetbesucher.


07.02.2021
Ausputztermin

Die Termine für das "Ausputzen" der Storchenhorste legen wir meist in die erste Märzwoche, damit die Wasserdurchlässigkeit möglichst lange anhält. Für die Altstörche ist der derzeitige Zustand des Storchenhorstes kein Problem, bei der Nahrungssuche schreiten sie auch durch Schlamm und Wasser ohne Schaden zu nehmen. Für die Brut hingegen wäre dieser Horstzustand tödlich. Ob wir überhaupt ausputzen können hängt auch davon ab, ob uns die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter coronabedingt unterstützen kann. Alternativ müssten wir einen Hubsteiger anmieten, der mit ca. 500 Euro pro Einsatz recht teuer ist und unser Spendenkonto stark belasten würde. Wir werden jedoch zeitnah den Ausputztermin, wenn er denn überhaupt möglich ist, auf unserer Storchenseite bekannt geben.


06.02.2021
Dankeschön

Nur durch Ihre finanziellen Zuwendungen ist es uns möglich diese Webseite zu betreiben, unsere derzeit ca. 40 im Raum Höchstadt überwinternden Weißstörche in Notzeiten mit Futter zu versorgen, die Arbeiten zur aktiven Horstbetreuung zu leisten, die Sanierung von nicht mehr verkehrssicheren Storchenhorsten und die Konstruktion, Herstellung und Montage von neuen Nistunterlagen zu ermöglichen. Auch die Versorgung von verletzten Störchen gehört zu unserem Leistungsumfang.
Für Ihre Unterstützung diesbezüglich möchten wir uns hier recht herzlich bedanken.


06.02.2021
Rückblick auf die Brutsaison 2020

Aus den 14 besetzten und 12 bebrüteten Storchenhorsten in Höchstadt sind 37 Jungstörche ausgeflogen.

Auf dem Alten Rathaus haben Anna und Gerome die Brutsaison 2020 mit einigen Turbulenzen gut gemeistert. Mitunter mussten sie bis zu 10 Jungstörche, auch welche von Nachbarhorsten, versorgen.

Unser Problemstorch AT380, den wir am 08.07.2020 in den Tiergarten Nürnberg gebracht hatten, wurde dort noch ca. 10 Tage versorgt, bevor er zusammen mit weiteren 7 Jungstörchen wieder in die Freiheit entlassen werden konnte.

Wie auch in den Vorjahren versammelten sich unsere Jungstörche Anfang August zu größeren Zugverbänden und hatten schließlich Mitte August ihre Brutheimat schon ca. 14 Tage vor den Altstörchen verlassen, um in ihre südlichen Überwinterungsgebiete zu ziehen. Der Großteil nutzt hierbei die sogenannte Westroute, die über die Meerenge von Gibraltar nach Afrika führt. Mitunter verkürzen sie auch die Zugstrecke und bleiben den Winter über in Südfrankreich oder in Spanien, wo der Tisch an den offenen Mülldeponien ganzjährig reichlich gedeckt ist. Die östliche Zugroute führt über den Bosporus in der Türkei, in den Nahen Osten, den Sudan, nach Tansania und sogar bis nach Südafrika. Die östliche Zugroute war früher die Hauptzugroute unserer fränkischen Störche. Heute ziehen nur noch wenige fränkische Störche diese lange Strecke, die schon auf dem Hinflug bis zu 10.000 km betragen kann und dementsprechend viele Gefahren mit sich bringt.

Vermutlich haben die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte einen neuen Evolutionsversuch bei einem Teil der Weißstörche (ciconia ciconia) bewirkt, diese nehmen dann nicht mehr am Vogelzug teil und bleiben ganzjährig in ihrer Brutheimat, was sicher auch die Zugverluste erheblich minimiert und zur Stabilisierung der Bestände beiträgt.

Wie wir aus unseren Beobachtungen der letzten Jahre in unserem Betreuungsgebiet an Aisch, Aurach, Ebrach und Regnitz feststellen konnten, nimmt auch ein Teil der Jungstörche seit 2017 nicht mehr am Vogelzug teil und überwintert im Brutgebiet.

Im Spätherbst der vergangenen drei Jahre konnten wir Ende Oktober und Anfang November wiederholt Schwarzstörche (ciconia nigra) mit ihren Jungvögeln im Raum Höchstadt beobachten. Auch diese Art scheint einen Evolutionsversuch auszuprobieren und versucht ganzjährig in der Brutheimat zu bleiben.

Am 27.07.2020 konnten wir 20 Schwarzstörche, unter ihnen waren 16 Jungstörche, nahe Höchstadt in einem Weiher mit niedrigem Wasserstand beobachten. Offensichtlich scheint auch der Schwarzstorch in unserer Region, dem südlichen Steigerwald, ein Auskommen gefunden zu haben.

Obwohl der Schwarzstorch als scheuer Waldvogel bekannt ist, attackiert er zumindest zu Beginn der Brutzeit regelmäßig einige Weißstorchhorste. Nach dem Schlupf der eigenen Jungen ist von der Aggressivität gegenüber den Weißstörchen nichts mehr zu erkennen. Während der Jungenaufzucht konnten wir des Öfteren die Schwarz- und Weißstörche bei der gemeinsamen harmonischen Futtersuche beobachten.