Storchencam

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21.05.2019
Absturz des Horstes der "Untermieter" von Anna und Gerome

Frau Monika Mennel hat am 21.05.2019 gegen 16:30 Uhr von ihrem Schreibtisch aus den Absturz des zweiten Storchenhorstes auf dem Turmdachsims des Höchstadter Alten Rathauses, dem Horst der "Untermieter" von Anna und Gerome, beobachtet.

Durch den Dauerregen am 20. und 21.05.2019 hat das Gewicht des Horstes zugenommen und die Reibung zwischen dem blechernen Turmdachsims und dem Horst abgenommen.

Ausschlaggebend für den Horstabsturz am 21.05.2019 gegen ca. 16:30 war jedoch die asymmetrische Bauweise der Störche. Diese haben ihren Storchenhorst nicht senkrecht nach oben, sondern im Winkel in Richtung Sparkasse gebaut und somit den hohen Schwerpunkt außerhalb der senkrechten Horstachse verschoben. Dies hat zu einem Kippmoment geführt, welches in Verbindung mit der reduzierten Reibung zwischen dem blechernen Turmdachsims und dem Horst schließlich zum Abkippen und Absturz des Horstes geführt hatte.

Die drei bereitsgeschlüpften Jungstörche im Alter von ca. 2,5 Wochen haben den Aufprall auf den gepflasterten Boden aus einer Höhe von ca. 15 Meter nicht überlebt und wurden zudem noch von ca 120 kg Nistmaterial erschlagen.

Bei senkrechter symetrischer Bauweise und ohne den Dauerregen hätten die Jungstörche eine gute Chance zum Ausfliegen gehabt.

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16.05.2019

Todesursache der 4 Jungstörche auf dem Alten Rathaus in Höchsadt April/Mai 2019

Um bestimmte Ereignisse während der Brutsaison untersuchen und beurteilen zu können, speichern wir die Webcam-Bilder vom Alten Rathaus im Sekundentakt. Pro Tag kommen somit 86400 Bilder zusammen. Wegen der z.Z. schlechten Bildqualität mit wenig Kontrast ist es schwierig die Jungstörche zu erkennen. Erst im Kontext von mehreren Bildern zwischen denen man vor und zurückschalten kann, ist es anhand von Änderungen in den Bildern möglich auf die Anzahl von aktiven und inaktiven Jungstörchen zu schließen. Mitunter werden die Jungstörche auch von den Altstörchen im Bild verdeckt oder auch Kamera- und Übertragungstechnik fallen kurzzeitig aus.

Wir haben anhand des gespeicherten Bildmaterials versucht die Umstände und die Ursachen für den Tod der 4 Jungstörche auf dem Alten Rathaus in Höchstadt während der Brutsaison 2019 zu klären.

Wegen der sehr großen Anzahl von gespeicherten Bildern ist es daher sehr zeitaufwändig die Ereignisse vom Zeitpunkt mit 5 geschlüpften Jungstörchen am 20.04.2019 bis zu dem Zeitpunkt mit nur noch einem lebenden Jungstorch am 05.05.2019 im gespeicherten Bildmaterial zu sichten und zu bewerten. Für eine lückenlose Sichtung fehlte uns bisher die Zeit. Wir haben uns daher auf markante Zeiten beschränkt und folgendes feststellen können:

30.04.2019 07:41
Mindestens 4 Jungstörche leben noch.

30.04.2019 21:08
Wir können nur noch 3 aktive Jungstörche erkennen.

01.05.2019 07:34
Es sind nur noch 2 Jungstörche aktiv und ein dritter lag über mehrere Stunden wie leblos im Horst, lediglich der Schnabel wurde im Sekundentakt geöffnet und geschlossen. Auf den Bildern sah das so aus, als wenn er „nach Luft schnappen“ würde, was auf eine Atemwegsinfektion hinweisen könnte.

02.05.2019 07:10
Zwei Jungstörche sind aktiv, der am Vortag noch „nach Luft schnappende“ Jungstorch liegt leblos im Horst.

03.05.2019 07:06
Zwei bewegungslose Jungstörche liegen im Horst und nur noch einer ist aktiv.

05.05.2019 12:00
Von den zwei leblosen ist nur noch einer zusammen mit dem einzigen Überlebenden zu sehen.

Aus unseren Beobachtungen der letzten 40 Jahre wissen wir was mit den toten Jungstörchen geschieht. Hier gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten:

1.      Die verendeten Jungstörche werden von den Brutstörchen gefressen

2.      oder vom Horst abgeworfen

3.      oder sie verbleiben im Horst und werden sukzessive mit Nistmaterial überbaut.

Bezüglich der Todesursache haben wir bisher keine „feindlichen Attacken“, weder vom Brutpaar unterhalb von Anna und Gerome noch von anderen Störchen oder anderen Vögeln feststellen können.

Bei der Durchsicht der Bilder haben wir keine Staunässe im Horst feststellen können, was auch die unauffällige Färbung der inaktiven Jungstörche zeigt. Bei Unterkühlungsopfern durch Staunässe gibt es hier deutliche Unterschiede in der Gefiederfärbung. Das Daunen- bzw. Federkleid der durch Unterkühlung sterbenden Jungstörche ist deutlich dunkler gefärbt als das der lebenden.

Aus all diesen Erkenntnissen schließen wir, dass die vermutliche Todesursache in einer Erkrankung z.B. der Atemwege durch Aspergillose oder durch andere Infektionen mit schneller Todesfolge innerhalb von kurzer Zeit zu finden ist. Vor Jahren haben wir ähnliche Fälle beobachten können. Die nasskalte Witterung Ende April /Anfang Mai hat sicher auch einen wesentlichen Beitrag zur Todesursache geliefert.

Da wir die verendeten Jungstörche mit Rücksicht auf den überlebenden Jungstorch und das benachbarte Brutpaar unterhalb von Anna und Gerome nicht bergen konnten, ist eine pathologische Untersuchung zur Klärung der Todesursache leider nicht möglich.

Wir hoffen nun, dass der überlebende Jungstorch weiterhin so wächst und gedeiht wie bisher und wenn alles gut geht, er Ende Juni ausfliegen kann.

Da nur eine von z.Z. 10 Storchenbruten in Höchstadt mit einer Kamera beobachtet werden kann, können wir den Bruterfolg der anderen 9 Brutpaare erst beurteilen, wenn die Jungstörche vom Boden aus zu sehen sind. Wir werden dann zeitnah berichten.


06.05.2019
Aus bisher ungeklärten Gründen hat nur einer der fünf Jungstörche überlebt. Was genau geschehen ist können wir erst nach Sichtung des gespeicherten Bildmaterials bewerten und werden danach über unsere Erkenntnisse berichten.


21.04.2019
Ein zweites Brutpaar hat seinen Storchenhorst direkt unterhalb dem von Anna und Gerome gebaut und brütet schon. Bisher vertragen sich die beiden Brutpaare recht gut.

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Hinweis zur Bildqualität
Unsere Storchenkamera ist seit ca. 10 Jahren (ca. 87600 Stunden) im Dauereinsatz. Durch Alterung der Kamerabauteile hat sich offensichtlich die Bildqualität verschlechtert. Die geplante neue Kamera soll eine bessere Bildauflösung, einen Schwenkneigekopf und einen großen Optischen-Zoom haben, damit wir einen Teil der 8 benachbarten Storchenhorste auch damit beobachten können. Zudem müsste für den Internet-Anschluss noch ein Glasfaserkabel gelegt werden. Das alles ist mit hohen Kosten und der Beschaffung entsprechender Gelder verbunden. Aus finanziellen Gründen konnte bisher keine neue Kamera installiert werden. Wir hoffen, dass wir in 2019 ausreichend Gelder für die neue Kamera und den Glasfaseranschluss erhalten, damit wir in der Brutsaison 2020 bessere Bilder oder ein Live-Video zeigen können.

Der Bruterfolg und das sichere Ausfliegen der Jungstörche liegen uns sehr am Herzen. Daher können wir eine Störung durch den Austausch der Webcam, insbesondere da auch eine zweite Brut unterhalb der von Anna und Gerome direkt davon betroffen wäre, vor dem Ausfliegen der Jungstörche nicht verantworten. Die Erneuerung der Kamera kann daher frühestens nach der Brutsaison 2019 stattfinden. Wir bitten daher um Verständnis.


Brutsaison 2019

Die Störchin Anna, zu erkennen am dunklen ELSA-Ring links oben, wird 16 Jahre alt (2019). Ihr Partner Gerome trägt einen hellen Aluminiumring rechts unten und ist 5 Jahre älter. Die beiden Störche haben bisher 12 mal sehr erfolgreich zusammen gebrütet. In dieser Zeit hat Anna 60 Eier gelegt, aus denen 54 Storchenküken geschlüpft sind und von diesen sind insgesamt 43 Jungstörche ausgeflogen.

Nun beginnt die 13. Brutsaison von Anna und Gerome. Wir hoffen, dass sich der Bruterfolg der letzten Jahre fortsetzen wird. Am 13.03.2019 hatten bereits 8 Brutpaare Ihre Bruthorste in Höchstadt/Aisch besetzt.

Für die zahlreichen Meldungen zur Eiablage und zum Schlüpfen möchten wir uns recht herzlich bedanken. In 2019 ist es wegen dem schlechten Kamerabild und den geringen Kontrasten extrem schwer die bereits geschlüpften Jungstörche zu erkennen.
Da wir den angegebenen Beobachtungszeitpunkt in den Meldemails nicht prüfen können, wird anstatt dessen der Eingangszeitpunkt der Melde-Mail für die Eintragung in die Meldeliste verwendet.

Eiablage 2019

Meldedatum

Uhrzeit

Ei-Nr.:

Melder

Info

13.03.2019

00:32

1

Brigitte Habich

 

15.03.2019

01:15

2

Siegfried Bögendörfer aus Freiberg bei Ebensfeld

 

17.03.2019

00:18

3

Hansi Klotz aus Hamburg

 

19.03.2019

05:50

4

Julia Manetsberger aus Niederbayern

Nicole Störger aus Baiersdorf

 

21.03.2019

06:04

5

Albin Kohlmann

Irmgard Hagen aus Stuttgart

 

Hinweis: Nach Vorlage der gespeicherten Webcambilder werden wir die genauen Eiablagetermine überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen in der Eiablagetabelle vornehmen.

Schlupftermine der Jungstörche 2019

Meldedatum

Uhrzeit

Schlupf-Nr.:

Melder

Info

16.04.2019

23:13

1

Erdmuthe Mikulaschek aus Erlangen

 

17.04.2019

07:12

2

Conny Traenkner

 

17.04.2019

11:04

3

Birgit Eggers

 

19.04.2019

14:30

4

Carola Matyschak aus Neuenrade

 

20.04.2019

08:54

5

Marie Hanstein aus Wuppertal

 

Hinweis: Nach Vorlage der gespeicherten Webcambilder werden wir die genauen Schlupftermine überprüfen und gegebenenfalls Korrekturen in der Schlupftabelle vornehmen.




03. März 2019
Die Ausputzaktionen 2019 zur Wiederherstellung der Wasserdurchlässigkeit in den Höchstadter Storchenhorsten erfolgte am 07.03.2019 . Wegen technischen Problemen konnte diese leider nicht life übertragen werden.

Februar 2019
Dank den zahlreichen Spenden für die "Höchstadter Störche" konnten wir auch im Winter 2018/2019 unsere "Winterstörche" ausreichend mit Futter versorgen, so dass alle die Notzeiten gut überstanden haben und gestärkt in die Brutsaison 2019 starten können.
Wir möchten uns hier noch einmal recht herzlich bei allen Spendern bedanken, die hierzu beigetragen haben.
Spender, die um eine Spendenquittung gebeten haben, jedoch vergessen haben uns ihre vollständige Anschrift mitzuteilen, bitten wir dies per Mail nachzuholen.

Spendenkonto für unsere Störche:
Natur- & Umwelthilfe e.V.
    Konto-Nr.:              425 197 803
    Bankleitzahl:          76351560 (Sparkasse Höchstadt)
    IBAN:                     DE67 7635 1560 0425 1978 03
    BIC:                       BYLADEM1HOS
    Verwendungszweck: SPENDE STORCH HOECHSTADT

oder auf das PayPal-Konto: spende-storch-hoechstadt@nuh-franken.de


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Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne eine Spendenquittung zu. Bitte teilen Sie uns hierfür Ihre vollständige Adresse mit.