Brutsaison 2011
Wie schon im letzten Jahr haben Anna von Steinfeld und Gerome de Vias das Storchennest auf dem Alten Rathaus verteidigt und die Brutsaison 2011 eröffnet. Unmittelbar vor der Brutsaison haben wir mit Hilfe der Feuerwehr Höchstadt am 28.02.2011 das Storchennest auf dem Alten Rathaus ausgeputzt und die Wasserdurchlässigkeit wieder hergestellt.
Das erste Ei haben unsere Webseitenbesucher bereits am frühen Dienstagmorgen (22.03.2011) gesehen. Ein weiterer Besucher, der vermutlich nicht einschlafen konnte, hatte am Donnerstag gegen 1:20 (24.03.2011) das zweite Ei gesichtet.
Am frühen Morgen des 26.03.2011 wird das 3. Ei, tagsdarauf am 27.03.2011 kurz vor Mitternacht das 4. und Nummer 5 am 30.03.2011 gegen Mittag gesichtet.
Brutsaison 2010
Am 25.03.2010 wurde das 1. Ei gesichtet.
am 27.03.2010 das 2. Ei
am 29.03.2010 das 3. Ei
am 31.03.2010 das 4. Ei
am 03.04.2010 das 5. Ei
Das erste Storchenküken ist nach einer Brutzeit von ca. 33 Tagen am 28.04.2010 geschlüpft.
am 29.04.2010 schlüpfen das 2. und 3. Storchenküken
am 02.04.2010 konnte auch das 4. Küken gesichtet werden
am 04.05.2010 war das 5. Küken zu sehen.
Am 08.05.2010 wird der Kleinste der fünf Jungstörche vom männlichen Brutstorch geschüttelt und am Horstrand abgelegt, woraufhin der Jungstorch wieder zurück zu seinen Geschwistern krabbelt. Nach wenigen Minuten wird er jedoch erneut vom Schnabel des Altstorchs geschüttelt und anschließend von diesem verschluckt (berichtet von Friedrich Ortegel, der diesen Vorgang im Live-Videobild beobachtet hatte). Dieses Verhalten ist bei verschiedenen Tierarten bekannt.
Am 23.05.2010 ist der Kleinste von den 4 verbliebenen Jungstörchen gegen 16:00 Uhr vom Nest abgestürzt und nach ca. 10 Minuten in der ca. 6 m tieferen Dachrinne des Alten Rathauses seinen Verletzungen erlegen. Durch den Absturz hatte sich der Jungstorch einen Beinbruch und schwere innere Verletzungen zugezogen. Der Jungstorch war stark abgemagert und wog 1130 g.
Die überlebenden Geschwister zeigten einen ähnlich schlechten Ernährungszustand. Wegen der nasskalten Witterungsverhältnisse hatten die Landwirte ihre Mähtermine verschoben. In der hohen Vegetation von Wiesen und Teichdämmen hatte sich die Beutezugänglichkeit für unsere Störche erheblich verschlechtert, wodurch auch der schlechte Ernährungszustand der Storchenbrut zu erklären ist.
Die drei Jungstörche wurden am 22.06.2010 mit Elsaringen der Vogelwarte Radolfzell beringt. Die Ringe sind mit den Nummern DER A6159, DER A6160 und DER A6161 gekennzeichnet.
In der zweiten Juliwoche fliegen bereits alle drei Jungstörche und halten sich nur noch sporadisch auf ihrem Geburtshorst auf. Die Jungstörche kann man im ersten Lebensjahr an ihren dunklen Schnäbeln und Beinen von den Altstörchen, die leuchtend rote Schnäbel und Beine haben, unterscheiden.
In der letzten Juliwoche 2010 konnten in den Aischwiesen zwischen Mailach und Ühlfeld Storchengesellschaften mit bis zu 50 Weißstörchen beobachtet werden.
Die hellen (weißen) Beine der Störche entstehen durch das sogenannte "Bekälken" mit einem Urin-Kot-Gemisch während der heißen Sommertage. Die Störche nutzen hier den physikalischen Effekt der Verdunstungskühlung zur Senkung der Bluttemperatur.
Unsere Jungstörche haben den Zug in die südlichen Winterquartiere bereits Mitte August angetreten. Ein Teil von ihnen zieht über den Bosporus bis nach Südafrika andere ziehen über Gibraltar und Überwintern nördlich der Sahara.